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PYUR Kabel-Internet ab 19 €: Wo der Preis-Hammer seinen Haken hat

Internet-Deals Redaktion · 18. Mai 2026 · Lesezeit ca. 5 Min.

Internet für 19 Euro im Monat – da wartet man reflexhaft auf den Haken. Es gibt ihn auch. Aber er sitzt woanders, als die meisten vermuten.

PYUR, die Endkundenmarke von Tele Columbus, ist Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber – stark vertreten in Ostdeutschland und in vielen Großstädten, von Berlin über Leipzig und Dresden bis Hamburg. Und PYUR fährt seit Jahren dieselbe Strategie: den Preis. Eine Sache vorweg, der Ordnung halber: PYUR gehört zu den Partnern von internet-deals.de. Genau deshalb schauen wir hier doppelt genau hin – ein Werbetext hilft weder dir noch uns.

Die Preise: aggressiv, keine Frage

Zuerst die nackten Zahlen, Stand Mai 2026:

TarifAktionspreis mtl.Mit TV + Festnetz
Kabel 50 Mbit19,00 €
Kabel 250 Mbit23,00 €30,00 €
Kabel 500 Mbit29,00 €34,00 €
Kabel 1.000 Mbit39,00 €44,00 €

Zur Einordnung: 250 Mbit für 23 Euro ist ein Preis, bei dem die großen Anbieter nicht mitgehen. Vodafone verlangt für seinen 250er-Kabeltarif in der Aktion 29,99 €, bei der Telekom kostet vergleichbare Leistung nochmal deutlich mehr. Selbst der Gigabit-Tarif für 39 Euro liegt unter dem, was anderswo für die Hälfte der Geschwindigkeit fällig wird. Und die Kombi-Pakete mit TV und Festnetz-Flat sind mit 7 Euro Aufpreis fair kalkuliert – wer ohnehin klassisch fernsieht, bekommt hier viel fürs Geld. Die aktuellen Konditionen und die Verfügbarkeit an deiner Adresse findest du auf unserer PYUR-Übersicht.

Ein Wort noch zur Verfügbarkeit, denn die ist bei PYUR der erste Realitätscheck: Das Netz deckt nicht flächendeckend ganz Deutschland ab, sondern die eigenen Kabelgebiete – historisch bedingt viele ostdeutsche Städte und Wohnungsbaugesellschafts-Bestände, dazu Ballungsräume im Rest der Republik. In manchen Mehrfamilienhäusern liegt der Anschluss längst im Keller, ohne dass die Bewohner es wissen, weil der Vormieter nie danach gefragt hat. Adresse eingeben, nachschauen – dauert eine halbe Minute und erspart Enttäuschungen in beide Richtungen.

So weit die Sonnenseite. Jetzt die zwei Punkte, die du kennen solltest, bevor du unterschreibst.

Der ehrliche Teil, Nummer eins: Kabel ist ein geteiltes Medium

Kabel-Internet läuft über DOCSIS, und das bedeutet technisch bedingt: Du teilst dir die Bandbreite in deinem Netzsegment mit den Nachbarn. Wer abends um 20 Uhr in einem dicht angeschlossenen Mehrfamilienhaus streamt, während halb Deutschland dasselbe tut, merkt das mitunter – die gebuchten 500 Mbit sind dann eher 200, und beim Online-Gaming zuckt die Latenz. Das ist keine PYUR-Spezialität, sondern gilt für jeden Kabelanbieter, Vodafone eingeschlossen. Warum das so ist und was dagegen hilft, haben wir im Artikel Kabel-Internet abends langsam ausführlich erklärt.

Fairerweise: Wie stark der Effekt ausfällt, hängt vom konkreten Netzsegment ab. In modernisierten Gebieten mit ordentlich dimensionierten Segmenten läuft es oft völlig unauffällig. Und falls dauerhaft deutlich weniger ankommt als vertraglich zugesichert, bist du nicht wehrlos – § 57 TKG gibt dir ein Minderungsrecht, den Nachweis führst du mit der Desktop-App von breitbandmessung.de. Die Details stehen in unserem Ratgeber zum Recht auf Minderung.

Der ehrliche Teil, Nummer zwei: Der Aktionspreis ist ein Aktionspreis

Nach der Aktionsphase steigen die PYUR-Tarife auf ihre regulären Preise, und die liegen je nach Tarif zwischen 34,99 und 49,99 Euro im Monat. Das ist immer noch kein Wucher, aber der Abstand zum Lockpreis ist erheblich – beim 50er-Tarif geht es von 19 auf knapp 35 Euro, fast eine Verdopplung.

Rechnen wir das einmal nüchtern durch, am Beispiel des 250er-Tarifs über zwei Jahre: Läuft die Aktion über die ersten zwölf Monate, zahlst du danach den regulären Kurs – im Schnitt landest du damit spürbar über den beworbenen 23 Euro, aber je nach Tarif immer noch unter dem, was die Konkurrenz regulär aufruft. Der Punkt ist nicht, dass PYUR hier trickst; mit gestaffelten Aktionspreisen arbeitet die gesamte Branche. Der Punkt ist, dass du den Durchschnittspreis kennen solltest, nicht nur die Zahl auf dem Werbebanner. Für die Gegenüberstellung zweier konkreter Tarife über die volle Laufzeit haben wir übrigens den Direktvergleich gebaut – da siehst du die effektiven Monatskosten schwarz auf weiß.

Was heißt das praktisch? Seit Ende 2021 sind Verträge nach der Mindestlaufzeit monatlich kündbar. Unsere Empfehlung ist deshalb unromantisch, aber wirksam: Trag dir den Ablauf der Aktionsphase in den Kalender ein, mit Erinnerung vier Wochen vorher. Dann entscheidest du neu – bleiben und gegebenenfalls über den Preis verhandeln (die Kundenrückgewinnung ist erstaunlich gesprächsbereit) oder wechseln. Wer den Kalendereintrag vergisst, finanziert die 19-Euro-Aktion des nächsten Neukunden mit. So funktioniert dieses Geschäft, bei allen Anbietern.

Kleiner Zusatzpunkt: Beim Router hast du die Wahl zwischen Mietgerät und eigener Hardware. Eine eigene FRITZ!Box mit Kabelmodem kostet einmalig mehr, rechnet sich aber über die Laufzeit und kann meist schlicht mehr – wie die freie Routerwahl funktioniert, haben wir im Februar aufgeschrieben.

Unterm Strich

Noch kurz zur Praxis nach der Bestellung: Liegt im Haus bereits ein aktiver Kabelanschluss, geht die Freischaltung oft ohne Technikerbesuch über die Bühne – Router anschließen, fertig. Muss doch jemand kommen, gilt das übliche Spiel mit dem Zeitfenster; plane den Vormittag lieber nicht zu eng. Insgesamt läuft die Bereitstellung bei Kabel aber deutlich schneller als bei einem neu zu bauenden Glasfaseranschluss, häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen.

PYUR ist kein Premium-Anbieter und will auch keiner sein. Es ist der Anbieter für Leute, die aufs Preis-Leistungs-Verhältnis schauen und mit den Eigenheiten der Kabeltechnik leben können. Wenn an deiner Adresse PYUR verfügbar ist und du hauptsächlich streamst, surfst und im Homeoffice arbeitest, bekommst du für 23 bis 29 Euro eine Bandbreite, für die du anderswo spürbar mehr zahlst. Das ist ein echtes Argument, kein Marketing.

Wer dagegen kompetitiv zockt und in einem Altbau-Kiez mit ausgelastetem Segment wohnt, sollte vorher genau hinschauen – oder gleich prüfen, ob Glasfaser eine Option ist. Und wer unsicher ist, ob der Tarif zur eigenen Nutzung passt: Über unser Rückruf-Formular beraten wir kostenlos, ganz ohne Warteschleifen-Vivaldi.

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